Miro Muheim hat mit seinem späten Treffer den Hamburger SV zum 1:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart geschossen. Der 28-Jährige traf in der 88. Minute zum entscheidenden Tor vor 57.000 ausverkauftem Volksparkstadion und bescherte seinem Team den dritten Bundesliga-Sieg in Folge.
Der Sieg katapultiert den HSV auf den neunten Tabellenplatz mit nun neun Punkten aus sechs Spielen. Die Mannschaft von Merlin Polzin hat damit die schwierige Saisonstartphase mit zwei deutlichen Niederlagen überwunden und präsentiert sich mit vier Siegen aus den letzten fünf Pflichtspielen in einer starken Form. Der nächste Gegner ist am kommenden Samstag der SC Paderborn, der aktuell auf dem 15. Rang steht.
Muheims entscheidende Rolle
Muheim, der aufgrund einer Verletzung und einer verspäteten Vorbereitung nach der Weltmeisterschaft die ersten Saisonspiele verpasst hatte, feierte gegen Stuttgart seine erste Saison-Startelfeinsatz. Aufgrund von Personalproblemen im Kader spielte der eigentlich als Linksverteidiger ausgebildete Schweizer im defensiven Mittelfeld neben Bilal Nadir. "Er hat sich nie beschwert, er wird für uns wichtig sein", sagte Polzin über die neue Rolle seines Spielers. Der Trainer beschrieb den Treffer als "richtig geiler Moment zum Ende des Spiels. Das ist der Volkspark, wie er lebt."
Für Muheim war es bereits der zweite entscheidende Einsatz in kurzer Zeit. In der Vorwoche hatte er beim 3:2-Sieg in Hoffenheim mit einer Vorlage und dem Siegtreffer in der Nachspielzeit den Grundstein gelegt. Nach seinem Derbytor sagte er: "Geil, wie ich ihn treffe, ich bin unglaublich erleichtert - einfach ein geiles Gefühl."
Ein ausgeglichenes Derby mit Chancen
Das Spiel war über weite Strecken ausgeglichen und bot beiden Seiten gute Möglichkeiten. Yussuf Poulsen traf für den HSV einmal den Pfosten und einmal die Latte. Auf der anderen Seite parierte HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes glänzend einen Volleyschuss von Deniz Undav, der später auch noch den Pfosten traf. Auch Ermedin Demirovic und Angelo Stiller waren für die Gäste gefährlich, die mit 23 Schüssen aber keinen Treffer erzielten. Stuttgart-Trainer Sebastian Hoeneß konstatierte nach der Partie, sein Team sei nicht effizient genug gewesen.
Die Hamburger zeigten zudem Teamgeist. Vor dem Spiel trugen alle Spieler Trikots mit der Nummer 21 von Kapitän Nicolai Remberg, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat und lange ausfällt. Auch Albert Sambi Lokonga fehlte weiterhin aufgrund muskulärer Probleme.
Mit dem Sieg festigt der HSV seine Position im gesicherten Mittelfeld und blickt optimistisch auf die anstehenden Aufgaben. Das nächste Auswärtsspiel bei Paderborn findet am Samstag, dem 24. Oktober, um 15:30 Uhr statt.
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Am Montag bestätigte Trainer Merlin Polzin, dass Miro Muheim im Sommer ein Verkaufskandidat war. "Wir haben uns im Sommer entschieden, seine Schiene anders zu besetzen", sagte Polzin. Der HSV hatte mit Louis Pepe Lemke und David Møller Wolfe zwei neue Linksverteidiger verpflichtet. Muheim, der bis 2027 vertraglich gebunden ist, hatte damals Interesse von anderen Klubs, darunter Olympiakos Piräus. Der 28-Jährige hat sich jedoch mit seinen zwei Siegtoren in den letzten beiden Spielen unverzichtbar gemacht. Der HSV befindet sich mit neun Punkten auf Platz neun.
Vor dem 1:0-Sieg gegen Stuttgart hatte der HSV einen sehbehinderten Fan zur Mannschaftsbesprechung eingeladen. Das bestätigte der Verein. Der Fan habe die Spieler emotional auf das Derby eingestimmt. Der HSV, der mit neun Punkten auf Platz neun steht, setzt seine Serie mit dem vierten Sieg in Folge fort.
Update, 20. Oktober 2026 Der zweimalige Hockey-Olympiasieger und HSV-Fan Moritz Fürste warnte das Team vor übertriebenem Optimismus. "Man muss aufpassen, dass man sich nicht zu früh zu viel vornimmt", sagte der Marketing-Experte. Der HSV, der mit neun Punkten auf Platz neun steht, hat in den letzten fünf Pflichtspielen vier Siege eingefahren. Die Mannschaft trifft am Samstag auf den Tabellensechzehnten SC Paderborn.
Yussuf Poulsen erklärte nach dem 1:0 gegen Stuttgart, er sei so fit wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der Stürmer sagte: "Ich bin glücklich, dass ich wieder eine Stunde Vollgas geben konnte." Seine 61 Einsatzminuten waren seine längste Spielzeit in dieser Saison.
