Hamburger SV droht vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15:30 Uhr) ein weiterer Ausfall im zentralen Mittelfeld. Nach der langfristigen Verletzung von Nicolai Remberg ist nun auch dessen Partner Albert Sambi Lokonga nach einer kleinen Reaktion unsicher.
Merlin Polzin gab am Donnerstag auf der Pressekonferenz Auskunft über den Zustand des Belgiers. „Er hat nach dem Hoffenheim-Spiel eine kleine Reaktion gespürt und wir wollen da natürlich sehr vorsichtig sein, um kein unnötiges Risiko einzugehen“, sagte der HSV-Trainer. Die medizinischen Tests seien jedoch positiv verlaufen, sodass man die Belastung schrittweise steigern könne. Polzin hofft auf eine „Punktlandung“, betonte aber: „Wenn es nicht so ist, haben wir aber Jungs, die schon mit den Hufen scharren, um diesen Platz einzunehmen.“
Die Abwesenheit beider Spieler würde eine bewährte Formation aufbrechen. In den beiden Siegen gegen den 1. FC Köln und den FC Kopenhagen sowie im 3:2-Erfolg in Hoffenheim bildeten Remberg und Lokonga stets die defensive Mitte. In der 0:5-Pleite gegen Mainz, als Lokonga fehlte, zeigte sich die Anfälligkeit dieser Konstellation besonders deutlich. Remberg, der zuvor jedes Spiel von Beginn an bestritten hatte, zog sich in Hoffenheim einen Kreuzbandriss zu und fällt für Monate aus. Sein Ersatz Miro Muheim bewies dort mit einem Tor und einer Vorlage aber seine Flexibilität.
Die Mannschaft von Merlin Polzin hat sich nach einem desaströsen Saisonstart mit drei Niederlagen und 0:12 Toren gefangen und liegt nun mit sechs Punkten auf dem 12. Tabellenplatz. Die aktuelle Formkurve mit drei Siegen in Folge ist ermutigend, doch der nächste Gegner ist heimstark. Der VfB Stuttgart, aktuell Elfter, gewann das letzte Aufeinandertreffen im April mit 4:0. Die komplette Übersicht der bisherigen Ergebnisse und der weiteren Spielplan zeigt den steinigen Weg der Rothosen.
Neben Muheim rückt der 21-jährige Neuzugang Kofi Amoako in den Fokus. Der Ghanaer gab in Hoffenheim in der 76. Minute sein Debüt, als er für Lokonga eingewechselt wurde. Eine weitere Option könnte Albert Grönbaek werden. Der Däne kehrte zwar mit einer Oberschenkelverletzung vom Länderspiel zurück, könnte aber laut Polzin wieder eine ernsthafte Option für den Kader sein. Die genaue Zusammensetzung des Teams ist in unserer Kaderübersicht nachzulesen.
Der Ausfall von Lokonga wäre ein herber Rückschlag für den aufkeimenden Teamgeist. Die jüngsten Erfolge basierten auf Stabilität und Zuverlässigkeit in der Zentrale. Sollte der Belgier passen, würde dies die taktischen Möglichkeiten von Merlin Polzin deutlich erhöhen. Die Vorbereitung auf das Spiel gegen den nur einen Punkt vor ihnen liegenden VfB Stuttgart läuft unter diesen Vorzeichen. Die Partie bietet die Chance, die positive Serie fortzusetzen und in der engen Tabelle nach oben zu klettern. Die Entscheidung über Lokongas Einsatz fällt nach dem finalen Training am Freitag.
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