Hamburger SV erhält vor dem Auswärtsspiel beim SC Paderborn drei wichtige Rückkehrer aus der Verletztenliste, muss aber möglicherweise in der Abwehr umplanen. Trainer Merlin Polzin gab am Donnerstag auf der Pressekonferenz ein Update zur Personalsituation und bestätigte die Verfügbarkeit von Patson Daka, Albert Sambi Lokonga und Bakery Jatta.
Daka kehrt nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel zurück, der ihn etwa vier Wochen und die letzten beiden Bundesligaspiele kostete. Lokonga fehlte nur im 1:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart aufgrund muskulärer Probleme und steht zur Verfügung, auch wenn seine Rolle in der Startelf offen ist. Jatta hat seine Adduktorbeschwerden überwunden, die ihn zuletzt zwei Partien außer Gefecht setzt.
Die größeren Sorgen bereiten der HSV-Führung zwei Defensivspieler. Jordan Torunarigha spürte am Donnerstag im Training leichte Beschwerden und wurde nicht weiter belastet. "Jordan hat heute zu Beginn etwas gespürt und wir haben gesagt, dass es unnötig wäre, heute ein Risiko einzugehen", sagte Polzin. Über seinen Einsatz in Paderborn wird nach der finalen Einheit am Freitag entschieden. Gleiches gilt für Nicolas Capaldo, der bereits am Mittwoch Probleme meldete und das Donnerstagstraining komplett ausließ. Capaldo war bislang in jeder Saisonpartie über die volle Distanz zum Einsatz gekommen. Sollte der Argentinier nicht fit werden, rückt Torunarigha, der in den letzten beiden Spielen nur auf der Bank saß, wahrscheinlich in die Startformation.
Polzin betonte, dass die drei Genesenen "im Training viel oder teilweise komplett mitgemacht und stehen demnach auch wieder zur Verfügung für das Wochenende". Für Bakery Jatta ist dabei vorerst nur eine Rolle als Joker vorgesehen. Die Rückkehr der Offensivkräfte kommt zur rechten Zeit für den HSV, der mit neun Punkten auf Rang neun der Bundesliga-Tabelle steht und am vergangenen Wochenende durch ein spätes Tor von Miro Muheim den VfB Stuttgart mit 1:0 besiegte. Dieser Sieg war der vierte in Folge, nachdem die Mannschaft zu Saisonbeginn drei Niederlagen kassiert hatte. Die Mannschaft hat in diesen vier Siegen insgesamt 360 Minuten gespielt und dabei nur zwei Gegentore kassiert, ein deutliches Zeichen der verbesserten Defensivarbeit. Das Auswärtsspiel bei Tabellensechzehntem Paderborn am Samstag bietet die Chance, die positive Serie fortzusetzen und sich weiter im gesicherten Mittelfeld zu etablieren. Paderborn hat in den letzten fünf Spielen nur einen Punkt geholt und ist damit das Team mit der derzeit schwächsten Form in der Liga.
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