Hamburger SV muss am Samstag gegen den 1. FC Köln die dringend notwendige Trendwende schaffen. Nach drei klaren Niederlagen in den ersten drei Bundesligaspielen steht der HSV mit null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.
Die Bilanz der Auftaktspiele ist verheerend. Nach der 0:2-Niederlage in Dortmund folgten zwei 0:5-Pleiten gegen Mainz 05 und zuletzt bei RB Leipzig. Insgesamt kassierte die Mannschaft von Trainer Tim Walter in der Liga bereits zwölf Gegentore, ohne selbst zu treffen. Die nächste Gelegenheit zur Korrektur bietet das Heimspiel gegen Köln am Samstag um 15:30 Uhr im Volksparkstadion.
Die Defensive ist nicht nur spielerisch angeschlagen, sondern auch personell geschwächt. Mit Mario Vušković, Sebastiaan Bornauw und Alexander Røssing-Lelesiit fehlen gleich drei Innenverteidiger. Vušković ist wegen einer Dopingsperre bis November gesperrt, Bornauw und Røssing-Lelesiit haben Muskel- bzw. Knöchelverletzungen. Im Mittelfeld sind zudem Immanuel Pherai und Kofi Jeremy Amoako krankheitsbedingt nicht einsatzbereit.
Diese Ausfälle zwingen Walter zu Improvisation. Beim 0:5 in Leipzig bildeten S. Nandja, J. Torunarigha und N. Capaldo die Dreierkette. Vor ihnen sollen A. Sambi Lokonga und N. Remberg für mehr Stabilität sorgen. Die Offensive um Patson Daka, Albert Grønbæk und Yussuf Poulsen muss endlich den Durchbruch finden.
Ein Punktgewinn gegen Köln wäre ein immens wichtiges Signal für die gesamte Saison. Die aktuelle Tabelle zeigt die Brisanz: Der HSV liegt mit neun Punkten Rückstand auf Tabellenführer Freiburg abgeschlagen auf Rang 18. Die kommenden Aufgaben sind im Spielplan des Vereins einsehbar. Die Mannschaft braucht dringend ein positives Ergebnis, um aus der negativen Spirale auszubrechen und Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben zu sammeln. Das nächste Pflichtspiel nach der Partie gegen Köln findet in der folgenden Woche statt.
