Hamburger SV hat im zurückliegenden Geschäftsjahr einen historischen Umsatzrekord aufgestellt. Der Verein erzielte in der Saison 2025/26 einen Umsatz von 182,1 Millionen Euro und überbot damit den bisherigen Rekord aus der Saison 2008/09 um über 20 Millionen.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr, in dem der HSV noch in der 2. Bundesliga spielte, von 126,5 auf 182,1 Millionen Euro. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 8,1 Millionen Euro. Besonders bemerkenswert ist die gestiegene Eigenkapitalquote, die von 29,9 auf 45,5 Prozent kletterte. Das Eigenkapital beläuft sich nun auf 87,5 Millionen Euro. Finanzielle Verbindlichkeiten wurden reduziert, während die liquiden Mittel bei 50,5 Millionen Euro liegen. Die Anleihe des Vereins wurde planmäßig im März 2026 zurückgezahlt.

Fast drei von vier Euro verdient der HSV inzwischen außerhalb von Medienrechten und Spielertransfers. Die kommerzielle Ertragskraft, also der Umsatz ohne Transfer- und TV-Gelder, lag bei 134,9 Millionen Euro. Fünf der sechs Umsatzströme des Vereins wuchsen. Den größten Posten machten die Spielbetriebe mit 56,3 Millionen Euro aus, gefolgt von Partnerschaften (31,4 Millionen) und Merchandising (25,3 Millionen). Die Personalkostenquote sank auf ein gesundes Niveau von 36,9 Prozent der Gesamteinnahmen.

Vorstandsmitglied Eric Huwer betonte die Bedeutung einer verantwortungsvollen Führung. "Jeder Aufstieg bedeutet höhere Einnahmen. Entscheidend ist, was man daraus macht", sagte Huwer. Er fügte hinzu: "Im vergangenen Jahr haben wir bewiesen, dass wir den Verein aus finanzieller Sicht verantwortungsvoll führen können." Die finanzielle Stabilität sei die Voraussetzung, um auch in sportlich schwierigeren Phasen handlungsfähig zu bleiben. Der Klub stehe heute auf einer sehr soliden Basis und sei für den Wettbewerb in der Bundesliga gerüstet.

Die gestärkte Finanzkraft erlaubt es dem HSV, gezielt in die sportliche Entwicklung zu investieren. So konnte der Neuzugang Zakaria El Ouahdi für acht Millionen Euro aus dem Cashflow finanziert werden. Die sieben Millionen Euro aus dem Verkauf von Fabio Baldé wurden direkt in die Verpflichtung von Fábio Vieira reinvestiert. Zudem plant der Verein, das Volksparkstadion von 57.000 auf 60.000 Plätze zu erweitern, finanziert durch den Supporters Trust.

Diese solide Grundlage ist auch im aktuell schwierigen Saisonstart von Bedeutung. Der HSV steht nach vier Spieltagen mit drei Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Die jüngsten Ergebnisse zeigen mit zwei Siegen und drei Niederlagen in den letzten fünf Partien eine wechselhafte Form. Der nächste Auswärtstermin führt das Team am 10. Oktober zum Tabellennachbarn 1899 Hoffenheim. Die vollständige Tabelle und den weiteren Spielplan finden Sie auf unserer Website. Mit 150.000 Mitgliedern und durchschnittlich 57.000 Zuschauern bei jedem Heimspiel der Männer verfügt der HSV über eine starke Basis, um die kommenden Herausforderungen anzugehen.

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