Der Hamburger SV hat dem Fünftligisten Eimsbütteler TV Ballspiel-Club (HEBC) bei dessen historischer DFB-Pokal-Partie gegen Borussia Dortmund logistisch unter die Arme gegriffen. Das berichtete die FAZ Sport in dieser Woche. Die Amateure aus dem Stadtteil Eimsbüttel verloren das Spiel am Dienstagabend mit 1:4, konnten aber von der Erfahrung des Bundesligisten profitieren. Der HSV selbst startete mit einer Niederlage in die neue Saison und steht nach einem Spiel mit 0 Punkten auf Platz 14 der Tabelle.

Wie half der HSV dem Nachbarverein?

Konkret vermittelte der Hamburger SV Kontakte zu zwei Mitarbeitern im Volksparkstadion, die dem kleinen Verein aus dem eigenen Stadtviertel mit ihrem Know-how zur Seite standen. Für den HEBC mit seinen 850 Mitgliedern war die erste Hauptrunde des DFB-Pokals ein finanzielles und mediales Großereignis. Allein die Prämie des Deutschen Fußball-Bundes für die Teilnahme beträgt 211.000 Euro. "Ein Verein kann sich mit solch einem Spiel ohne fremde Hilfe ganz schön verheben", sagte HEBC-Vorsitzender Konstantin Zimmermann gegenüber der FAZ. Die Unterstützung des Profiklubs war daher willkommen.

Wer ist der Eimsbütteler TV Ballspiel-Club?

Der HEBC ist ein reiner Amateurverein, der in der fünften Liga antritt. Sein Zuhause ist der Professor-Reinmüller-Platz, eingebettet zwischen Wohnblöcken, einem Kindergarten und einer Fahrradstraße. Abends trainieren dort rund 500 Kinder und Jugendliche. Der Verein ist Teil der größeren Eimsbütteler Turnerschaft von 1889, die über 20.000 Menschen in ihrer Gemeinschaft vereint. Trainer Philipp Obloch führte die Mannschaft in die Pokalrunde. "Wir wollen das Spiel am Dienstag nutzen, um bekannter zu werden", erklärte Zimmermann das Ziel des Clubs. Die Partie um 20:45 Uhr wurde im F.A.Z.-Liveticker und bei Sky übertragen.

Wie steht der HSV aktuell in der Liga?

Während der HEBC seine Pokalreise beendete, konzentriert sich der Hamburger SV voll auf die Bundesliga. Der Start war mit einer Niederlage holprig. Nach dem ersten Spieltag hat der HSV null Punkte, ein Torverhältnis von 0:2 und liegt drei Punkte hinter dem Tabellenführer Bayern München. Die aktuelle Form wird mit einem L für Niederlage angegeben. Für das nächste Spiel fehlen zudem Alexander Røssing-Lelesiit und Warmed Omari, die auf der Verletztenliste stehen. Alle Informationen zum aktuellen Kader sind online verfügbar.

Was kommt als Nächstes für den HSV?

Die volle Aufmerksamkeit gilt nun dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am 6. September 2026. Mainz steht derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz. Für den HSV ist es eine frühe Gelegenheit, die ersten Punkte der Saison zu holen und aus der unteren Tabellenhälfte herauszukommen. Ein Blick auf den Spielplan zeigt die kommenden Herausforderungen. Die Unterstützung für den Nachbarverein im Pokal unterstreicht die regionale Verankerung des Clubs, der nun selbst wieder Fokus auf die Ligaleistung legen muss.