Für den 1. FC Heidenheim endet der Trainingslager in Südtirol mit einem weiteren Prüfstein: am Samstag um 13.30 Uhr steht der Hamburger SV auf dem Programm. Nach dem unentschiedenen Spiel gegen den FC Bologna ist es nun an der Zeit, die Mannschaft unter Frank Schmidts Anleitung zu testen, ob sie aus den Schwächen des letzten Spiels gelernt hat.

Das Remis gegen Bologna war ein wertvoller Befund. Der Tabellenachte der vergangenen Serie-A-Saison begann in Vals deutlich druckvoller: Heidenheim musste Zeit, um in die Zweikämpfe und in die eigene Ordnung zu finden. Torhüter Frank Feller hielt den FCH mit starken Paraden im Spiel, ehe Santiago Castro nach 21 Minuten per Kopf zur verdienten Führung traf.

Erst nach der Trinkpause wurde Heidenheim griffiger: Marvin Pieringer nutzte in der 29. Minute einen Fehler der Italiener, eroberte den Ball und umkurvte den Torhüter, um das Spiel zu Gleichstand zu bringen. Patrick Mainka hatte mit einem Kopfball an die Latte eine gute Chance zur Führung, aber die Defensive hielt den Druck stand: Adam Kölle rettete kurz vor Schluss auf der Linie und Feller parierte auch den Nachschuss.

Schmidt sprach hinterher von einem ordentlichen Ergebnis, sah aber weiterhin viel Arbeit. Genau deshalb kommt der Vergleich mit dem HSV passend: Der Bundesliga-Aufsteiger wird dem FCH erneut Tempo, Körperlichkeit und Qualität abverlangen. Für Heidenheim geht es weniger um das Resultat als um die Frage, ob die Mannschaft aus der schwachen Anfangsphase gegen Bologna lernt: früher Zugriff, sauberere Konter nach Ballgewinn, mehr Giftigkeit in den Zweikämpfen.

Nach dem HSV-Test folgt am 1. August noch das Spiel gegen den FC Ingolstadt, eine Woche später beginnt die 2. Bundesliga gegen den VfL Osnabrück. Heidenheim sucht nach dem Abstieg nicht nach Sommereuphorie, sondern nach Klarheit: Bologna hat Schwächen gezeigt, aber auch Widerstandskraft. Hamburg soll nun zeigen, wie belastbar dieser Fortschritt ist.